Bagger, Beton und Biennale: Die Manifesta 16 Ruhr im Revier (Mit Prof. Dr. Renée Tribble)

Shownotes

Für diese Ausgabe der Ruhr.Frequenz haben wir uns mit Prof. Dr. Renée Tribble getroffen. Renée ist Professorin für Städtebau, Bauleitplanung und Prozessgestaltung an der TU Dortmund und ist Mitglied im Artistic Board sowie der Jury der Manifesta 16 Ruhr.

Mit ihr sprechen wir über die große Kunst-Biennale, die aktuell im Ruhrgebiet stattfindet, und die Frage, warum dieses Format im politischen Raum und darüber hinaus erst einmal für einige Fragezeichen gesorgt hat.

Gemeinsam werfen wir ein Scheinwerferlicht auf ein Thema, das oft erst bemerkt wird, wenn es zu spät ist: das stille Aufgeben hunderter Kirchengebäude im Revier pro Jahr. Warum sind diese oft von bekannten Architekten entworfenen Bauten mehr als nur Stein gewordene Geschichte? Und wie hängen sie mit sozialer Infrastruktur, Nachbarschaften und echtem Zusammenhalt in unseren Städten zusammen? Renée gibt uns spannende Einblicke in ihre Arbeit, ihre Faszination für urbane Interventionen – von Bochum bis Hamburg – und erklärt, wie Kunst und Stadtplanung Hand in Hand gehen können, um den Strukturwandel im Revier aktiv mitzugestalten.

Eine inspirierende Folge über Architektur als sozialer Anker und die Frage, was von einer Biennale bleibt, wenn die Lichter ausgehen.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Tag zusammen und herzlich willkommen zur Ruhrfrequenz, dem Podcast der SPD-Fraktion im Ruhrparlament.

00:00:08: Heute zu Gast Professorin René Tribbel, Professorin für Städtebau-, Bauleitplanung und Prozessgestaltung aber eben auch Mitglied des Auswahlgremiums der Manifesta und demzufolge wollen wir auf jeden Fall über die Manifester sprechen Und vielleicht auch ein bisschen den Bogenspannen zu der Bedeutung von Raumplanung, Kunst und Architektur im Ruhrgebiet.

00:00:41: Hallo!

00:00:44: Ich freu mich.

00:00:45: Schön dass du da bist.

00:00:47: Ich habe ja schon alles in einem Satz.

00:00:49: Ich hab den Anfang ja schon quasi weg moderiert.

00:00:53: Erstmal muss man sagen, in deinem Fall wirklich schön das du da warst.

00:00:56: wie immer habe ich natürlich so ein bisschen geguckt was du so alles treibst eher weggestrichen, weil ich dachte wenn wir das alles ansprechen dann sitzen wir hier zwei Stunden und sind noch nicht fertig.

00:01:08: Du bist sehr umtriebig oder?

00:01:10: Ich hoffe das ja!

00:01:12: Ist das in deiner Natur so angelegt?

00:01:14: Bist du unglaublich energetisch?

00:01:17: Das glaube ich gar nicht.

00:01:18: Ich bin vielleicht neugierig und mache gern Sachen und gerade bei meinem Thema ist es wichtig dass man ja in der Stadt ist und draußen ist und die Dinge mitbekommt und eigentlich ist es immer am leichtesten Ich bin ja auch eigentlich erst seit fünf Jahren im Ruhrgebiet, wenn man hingeht und dann Leute auch trifft.

00:01:35: Und dann merkt man immer was, man hört etwas, man kriegt was Neues mit, dann kann man da weitergehen... ...und ich finde es ist sehr schwierig so in seinem Kämmerchen zu sitzen und sich selber was auszudenken, wenn mal auch was Bewegung setzen will.

00:01:47: Deswegen bin ich gerne unterwegs und versuche auch gerne soweit ich kann mitzuwirken oder Sachen auch wirklich zu gestalten, wenn mir das gelingt.

00:01:57: Fünf Jahre, bist du hier?

00:01:58: Zwo-tausend-einzehnte?

00:02:02: Rechenkünste ist schon spät heute.

00:02:07: Zeichnest du dich noch als Neu im Ruhrgebiet oder ...

00:02:11: Eigentlich ja!

00:02:13: Ich fühle mich gut angekommen aber trotzdem bin ich ja nicht aufgewachsen bevor ich jetzt an der Universität in Dortmund war wirklich nahezu gar nicht im Ruhergebiet um nicht zu sagen Nicht.

00:02:26: Und muss man das ja alles so erarbeiten oder auch so kennenlernen.

00:02:29: Deswegen fühle ich mich schon immer neu, weil ich kann immer noch ganz viel lernen und es geht doch immer noch darum zu verstehen, wenn man's dann verstehen kann eines Tages.

00:02:36: Das weiß ich noch nicht.

00:02:38: Aber das ist ja noch ganz spannend.

00:02:40: Also da würde ich sagen in der Hinsicht würde ich mich noch neu fühlen.

00:02:43: Dein Weg um das zumindest kurz zu skizzieren geboren bis solche Vereinigten schlagen?

00:02:49: Detroit ist so richtig.

00:02:51: Ich weiß nicht, hast du da noch was von mitgekriegt?

00:02:53: Der Erinnerung dran oder schon als

00:02:55: kleines Kunden dabei?

00:02:56: Nein ich bin mit drei Monaten nach Deutschland gekommen und dann in Nordhessen in der Mitte Deutschlands vorgemacht aufgewachsen.

00:03:02: So das heißt also es klingt sehr cool in Detroit geboren zu sein aber das ist es dann leider auch schon klingt

00:03:08: ja cool und wäre natürlich jetzt so super weil man ein Ruhrgebiet und sagen Detroit ist ja auch Arbeiterstadt und Automobilstadt und so.

00:03:15: aber das hat bei dir jetzt geile

00:03:19: Keine persönlichen Bezüge.

00:03:20: Okay, sondern eher so ins deutsche Deutschland.

00:03:25: So mitten rein!

00:03:28: Wie wuchst denn dein Interesse an?

00:03:29: ... Weil du da vielleicht raus wolltest?

00:03:32: Oder was war deine Motivation in den Bereich Raumplanung und Architekturkunst zu gehen?

00:03:39: Wenn man ganz vorne anfängt... habe ich mich schon immer sehr für Kunst interessiert.

00:03:43: Ich glaube ehrlich, ich hab keinen Kuhn studiert weil ich die Mappe nicht hingekriegt habe.

00:03:46: und dann habe ich gedacht na dann musst du was anderes studieren?

00:03:48: Und dann ist mir aufgefallen dass ich Architektur oder Räume sehr spannend fand.

00:03:52: Ich bin tatsächlich als Europäer in einem Raum vorbeigefahren zum Haus und dachte dann das cool!

00:03:58: Das will ich auch machen.

00:04:00: Genau, und dann hat sich ein zum anderen gefügt.

00:04:02: wir hatten in der Schule noch mal Bauhaus als Thema und so... Und dann gab es die Bau-Universität Weimar.

00:04:08: das konnte man ankreuzen auf seinem Zettel wo man sich bewerben wollte als damals im Studium verteilt wurde.

00:04:14: Dann habe ich da Architektur studiert und hab dann aber im Laufe des Studiums gemerkt dass ich mich eigentlich mehr sozusagen für die städtebaulichen Prozesse interessiere und mehr so das große.

00:04:23: Also ich finde Architekurt wahnsinnig gut und wichtig und auch eine gute Gestaltung.

00:04:27: Aber ich selber muss jetzt nicht die Eins-to-Eins-Details zeichnet.

00:04:31: Ich freu mich, wenn sie gut sind aber das muss ich nicht machen und hab dann auch mein Diplom schon eher im Chattebau gemacht.

00:04:36: Und bin dann tatsächlich auch schon in den Planungsbrot gegangen.

00:04:38: Hab am Anfang noch so zweifüßig gearbeitet Architekturbüro, Planungsboar.

00:04:42: Dann bin ich in die Uni gegangen.

00:04:43: Das war dann auch schon Stadtplanung.

00:04:46: So ging das immer ein Schritt weiter und habe dann schlussendlich zu Kunst und Planungen promoviert hier in Dortmund an der Raumplanungsfakultät gelandet.

00:04:58: Deine Promotion finde ich tatsächlich total spannend, weil die auch ein bisschen bogenspannt zu dem was du jetzt machst und vielleicht auch zur Manifesta und so dem was eine Manifester vielleicht auch will.

00:05:11: Ich hoffe ihr habt richtig Reizung und Reaktionen.

00:05:15: Kunst als steinendes Anstoßes ist das?

00:05:19: Das eigentlich nicht, sondern meine Beobachtung war eher so ein bisschen ist das Kunst oder kann es weg?

00:05:23: Also die Beobuchtungen dass es ja viele künstlerische Prozesse gibt in der Regel sind das urbane Interventionen.

00:05:29: Die ja ganz konkret im Stadtraum auch mit den Bewohnerinnen zusammen arbeiten, Projekte machen und eigentlich meistens sehr tolle Themen bearbeiten und auch sehr toller Projekten machen.

00:05:37: Und dann aber aus einer planerischen Perspektive häufig glaube ich gar nicht wahrgenommen werden.

00:05:41: Sie sind oft auch vor der Planung an Orten.

00:05:43: also die merken schon früher Dass es da vielleicht spannend ist oder dass es da Themen gibt.

00:05:48: Und durch die Art wie Künstlerin arbeiten, finde ich gibt es eine ganz bestimmte Art.

00:05:52: Wie man Themen auch aufdeckt und zuspitzt, auch kritisch sei.

00:05:55: Man kann in der Kunst ja eben ganz andere Sachen machen.

00:05:58: Ich habe mich dann eben mit Urbana Praxis aus einer Kunst kommt, auch in meiner Doktorarbeit beschäftigt weil ich rauswissen finden wollte ah was ist das?

00:06:08: Was macht diesen Unterschied?

00:06:09: Warum sind diese Prozesse so anders als so reine Planungsprozesse?

00:06:12: Und ich wollte aber auch wissen kann das etwas verändern?

00:06:15: Und dann hatte ich Glück und die Gelegenheit, dass ich selber Teil der Planbude in Hamburg bin.

00:06:20: Und wir eben diesen Partizipationsprozess zu den Essowäusern gemacht haben, den ehemaligen... ...und daran konnte ich dann ja einmal habe ich selber mitgewirkt und konnte dann quasi über das was wir da gemacht haben auch promovieren also mit ganz viel Insights weil ich auch bei allen Verhandlungen oder fast allen Fahndungen dann mit dem Bezirk, also der Bezirksamtsleiter, aber auch dem Investor zum Beispiel Stunden lang verhandelt, um die Ergebnisse aus diesem Partizipationsprozess der mit künstlerischen Mitteln gearbeitet hat wirklich in Planung zu übersetzen.

00:06:52: Das war natürlich super spannend und interessant!

00:06:55: Deswegen heißt es Reiz zum Reaktion weil ich wissen wollte... Die Kunst reizt vielleicht indem sie halt vielleicht mit urbanen Interventionen bestimmten Projekten vielleicht auch mal bestimmte Sprüchen oder Plakaten in den Schadraum gehen und sagt ihr hier Hallo?

00:07:06: Habt ihr das auch schon gesagt?

00:07:07: Oder wir sind hier übrigens Wir wollen auch was.

00:07:09: Und dann die Frage der Reaktionen Wie reagiert eigentlich die Planung darauf?

00:07:13: Und ich konnte in der Doktorarbeit eigentlich feststellen, dass tatsächlich es bestimmten künstlerischen Prozessen – also nicht alles was Kunst ist hat irgendwie Relevanz für die Planung.

00:07:21: Aber es gibt welche, die kann man auch mit so Qualitätsmerkmalen oder Charakteristika beschreiben und diese sind meines Erachtens hoch relevant für Planungen- und Quartiersentwicklungsprozesse.

00:07:37: Wir haben mit der Planbude zum Beispiel geschafft, dass dann in einem Bebauungsplan, also einer normativen Planung oder gesetzgebenden Planung tatsächlich die Inhalte aus dem Partizipationsprozess verankert werden konnten.

00:07:47: Und das, was er dann sollte gebaut werden, da kann man jetzt noch mal ganz viel darüber reden, warum das mittlerweile nach zehn Jahren alles anders ist.

00:07:54: Aber damals im Jahr zwanzig fünfzehn war das ein ganz großer Erfolg und auch erstmalig, dass so etwas gelungen ist.

00:07:59: Deswegen war das natürlich toll!

00:08:01: findet das, was du jetzt beschrieben hast im Ruhrgebiet heute, sagen wir mal.

00:08:07: Heute fruchtbaren Boden?

00:08:09: Weil es ist fast provokanter als man vielleicht denkt.

00:08:14: Ich war letztens noch auf einer Veranstaltung des RVR da ging's eben um Kunst in dem öffentlichen Raum.

00:08:19: aber das ist dann ganz brav gedacht dass denkmal das im öffentlichen raum steht was auch völlig in Ordnung ist und wo es eine ganz eigene problemlage gibt bei Leuten die sich damit beschäftigen müssen.

00:08:31: Aber was du beschrieben hast, hat ja schon einen ganz großen sozialen und politischen Aspekt.

00:08:36: Ein integrativen Aspekt da muss man sehr offen für denken.

00:08:41: Da muss man sein Hirn auf Durchzucht gestellt haben, dass ein bisschen Luft reinkommt.

00:08:48: Wie kommt so etwas im Ruhrgebiet an?

00:08:49: Hast Du das Gefühl hier ist ein Ort in dem das wie ich schon sagte auf ruchbaren Boden fällt?

00:08:55: Also ich würde sagen, nein.

00:08:58: Es gibt glaube ich sehr viele Akteure hier die schon so arbeiten.

00:09:01: Das ist ja der Kunstkategorie.

00:09:03: über das New Genre-Public Art sagt man ja, es ist nicht Kunst als öffentlicher Raum.

00:09:10: also da gibt's noch eine ganze theoretische Befassung zu aber... eben solche Themen öffentlich zu diskutieren und es gibt ja ein großes Interesse.

00:09:18: Wir haben vorhin schon kurz über Keytips zum Beispiel, Kunst im Turm in Oberhausen gesprochen.

00:09:22: das sind hier auch Künstlerinnen die immer wieder in so Stadtentwicklungsprozesse reingehen, die versuchen Gebäude zu sanieren, zu öffnen usw.

00:09:28: Und genau diese Praktik, die sie haben, dass ist das was ich meine!

00:09:32: Dann kommt es eigentlich darauf an... Was macht dann machen alle anderen damit?

00:09:37: Weil man kann das so vor sich hinlaufen lassen und dann ist es halt wenn die Projektförderung vorbei ist vorbei.

00:09:42: oder was ich bei Kitef zum Beispiel beobachte, die versuchen immer mit sehr vielen Akteuren zusammenzuarbeiten und immer Anschlusspunkte zu finden.

00:09:48: Auch Anschlüssefinanzierung wie sie diese Projekte verstetigen können.

00:09:51: Und soweit ich das dort beobachtet habe fällt es ja auch auf offene Ohren im Oberhausen also da hab' ich das Gefühl positiv und aktiv mit umgegangen.

00:10:01: Und man nimmt die Projektvorschläge vielleicht nicht alle, aber doch vieles auf und versucht damit was zu machen.

00:10:06: Ich glaube das ist auch in Zeiten knapper Ressourcen total smart.

00:10:10: also wenn man sozusagen nicht immer dagegen und sondern dass wirklich Versuch schlau zu kombinieren und zu sehen aha guck mal da haben wir jetzt Räume akkluiert oder da haben wie die Gruppen schon die wollen das gerne machen wo könnte mir dann weitere Räumen finden?

00:10:22: Oder können wir das mit anderen Themen verbinden?

00:10:24: Ich glaube, es ist ein Superpotential ehrlicherweise.

00:10:27: Gerade da wo ich vielleicht wirklich knappe Ressourcen habe also weil's viel einfach um Willen und Commitment und Möglichkeiten eröffnen geht.

00:10:34: das kann nicht eigentlich immer!

00:10:35: Ich muss ja nur wollen, ne?

00:10:36: Also so ähm... Und dass ist aber dann gleichzeitig auch manchmal die Schwierigkeit,

00:10:41: ne?!

00:10:42: Dass es dann manchmal einfach nicht gewollt ist oder auch nicht verstanden wird.

00:10:45: und das ist immer so mein Thema.

00:10:46: Da arbeite ich gerne dran.

00:10:49: Ich finde super spannend das Thema, ich hoffe das merkt man.

00:10:52: Ich möchte trotzdem jetzt im Bogen zum Manifesta irgendwie am Anfang noch hinbekommen, weil sonst sind wir so tief im Thema.

00:11:01: Aber eigentlich passt es ja.

00:11:06: Ich glaube für viele im politischen Raum, aber auch draußen erstmal mit vielen Fragezeichen verbunden.

00:11:12: Ich habe das gemerkt weil wir beide waren zusammen in Barcelona hatten die Chance uns die letzte Manifeste an ihrer Eröffnung anzuschauen und ich kam ganz begeistert wieder und war dann fast ein bisschen erstaunt über die vielen Fragen die alle hatten.

00:11:28: ja was heißt denn das?

00:11:29: Was finden dann da statt?

00:11:31: Was ist denn das überhaupt So ganz selbsterklärend, oder es ist ja viel eher selbserklähernd.

00:11:41: Man kann's gar nicht so klar machen was die Manifesta ist aber jetzt will ich gar nicht zu viel reden.

00:11:47: du warst auf jeden Fall in der wie ist das noch künstler Bord?

00:11:51: Genau, Äthistik-Bord.

00:11:57: Wie war da die Arbeit?

00:11:58: Was war eure Aufgabe?

00:12:00: Tatsächlich so eine Begleitung, so ein Reflexionsbord vielleicht auch.

00:12:05: In dem sozusagen wichtige Schritte und auch Entscheidungen die die Manifesta getroffen hat und treffen musste um das hier umzusetzen, umsetzen zu können.

00:12:14: da war man wie so einen Resonanz-Bord.

00:12:16: Das sozusagen aufgrund der eigenen Erfahrungen auch wir waren ja sehr breit besetzt.

00:12:21: also ich fand es eigentlich die einzige aus der... Die auch mit so einem planischen architektonischen Blick darin weil die anderen waren Künstlerinnen Da sind sie auch bekannt, also Britta Peters zum Beispiel oder Peter Gorschliette.

00:12:32: Also Leute die hier so richtig im Kultur- und Kunstbesitz drin sind und sich auskennen.

00:12:35: Und die dann einfach mit ihrer lokalen Expertise sozusagen auch einen Feedback geben können.

00:12:40: So sagen oder Cassie Nichols, die vorher in China gemacht hat wo man dann sagen kann, wenn das das Thema ist?

00:12:47: Oder wenn es um da die Probleme, wenn die hier kommen, dann kann man so und so damit umgehen.

00:12:52: oder wir würden euch empfehlen vielleicht auch bei der Auswahl der Mediatoren.

00:12:55: Das heißt ja nicht Kuratorinnen sondern Urinnen.

00:12:58: Also da einfach mit seinem Sachwissen, Fachwissen beraten zu unterstützend war ja die Aufgabe vom Artistic Board würde ich sagen.

00:13:07: Auswahl oder genau

00:13:10: was?

00:13:11: Das ist genau das muss man sich nochmal unterscheiden.

00:13:13: also weil das Artistik-Board das war jetzt wirklich für die Manifesta was so die weißen.

00:13:17: jetzt in zwei zweieinhalb Jahre glaube ich Ein paar Mal im Jahr sind wir zusammengekommen und haben sozusagen informiert worden.

00:13:24: Und konnten dann sozusagen uns äußern, auch eben unsere ... Hinweise geben, um zu versuchen, dass das ein gutes Format wird.

00:13:33: Es gab noch einen zweiten Prozess, kann man sagen.

00:13:35: Die Manifesta selber hat natürlich Quasikuratorinnen ausgesucht und bestellt, die sich als Creative Mediators benennen.

00:13:44: Und diese Kirchenräume, die die Manifester gefunden ... Also versucht dazu finden, die man bespielen konnte.

00:13:49: im Rahmen dieser Hundert Tage haben das gemacht.

00:13:53: Okay!

00:13:54: gab's aber, weil Ruhrgebiet ist ja groß und das war auch eine große Aufgabe zu sagen.

00:13:58: Wir arbeiten im Ruhr-Gebiet.

00:14:00: also die hatten eigentlich auch gesagt nach Barcelona war es ja auch schon regional haben sie schon gemerkt wie schwierig dass für einen so ein Format ist ohne ja also so eine nomadische Bienale die auch nur alle zwei Jahre woanders ist.

00:14:12: das heißt sie hat gar nicht viel Zeit um sich da einzuerbeiten um wirklich sichtbar zu sein die Leute kennenzulernen.

00:14:19: aber die haben dann gesagt okay wir brauchen eigentlich Das haben wir gesagt.

00:14:23: Wir brauchen eigentlich noch mehr, das wacke ich jetzt ja!

00:14:25: Aber sozusagen weil die auch immer so einen großen partizipativen Anspruch haben und haben dann gesagt, wir machen noch ein Open Call wo sich lokale Künstlerinnen aber auch Initiativen oder auch Kirchengemeinden bei einem das Thema Kirchen gesetzt sich bewerben können um zu sagen wie sie dass Sie auch eigene Räume die Sie mitbringen, eigene Kirchen die Sie kennen jetzt auch in dem gleichen Zeitraum zu öffnen auch zu bespielen, zu transformieren.

00:14:53: Und dafür gab es auch noch mal eine Jury und da war ich auch Mitglied.

00:14:56: Und da haben wir dann von denen ... Ich glaube das waren über zweihundert Beiträge dann doch also Leute die sich beworben haben in ganz verschiedenen Konstellationen.

00:15:05: daraus sind dann die jetzt glaub ich sechzehn Manifest der Sechzehnt plus Projekte entstanden.

00:15:11: Wir haben das beide, du jetzt auch ja schon vorausgesetzt, dass es um Kirchen ging.

00:15:15: Aber wenn ich mich richtig erinnere zur Zeit als Barthelona eröffnet wurde war das noch gar nicht so ganz klar wie die Themen, wie das Grundthema ist.

00:15:25: Wärst du das denn aufgefasst?

00:15:26: Die Idee sich mit diesen alten Kirchengebäuden zu befassen?

00:15:31: Ich kenne die Diskussionen darum, dass man weiß das sehr viele Kirchen aufgegeben werden.

00:15:35: Teilweise wird der gesagt also man kann hier im Ruhrgebiet ungefähr also dreihundert im Jahr zur Zeit sagen ja?

00:15:40: Das ist ja wirklich so jeden Tag fast eine und ich glaube man kann es jetzt noch gar nicht vorstellen weil die stehen ja eigentlich erst mal da.

00:15:50: Man isst das so gewohnt im Stadtbild, dass sie so da sind.

00:15:53: Ich kenne das jetzt eher aus der Planung heraus, dass es noch als ich in Hamburg gearbeitet habe.

00:15:58: Da war das zum Beispiel so, da ist auch eine Kirche abgerissen worden und zu einem Wohnbau transformiert.

00:16:03: Und das alles durch die Planungen wunderbar durchgelaufen.

00:16:06: Und dann kommen die Bagger, und da war was los.

00:16:09: Weil die Leute haben natürlich überhaupt nicht mitgekriegt, dass das abgerissen werden soll.

00:16:13: Dann haben sie am Ende doch noch ein paar, ich glaub, die Absehstehen lassen und integriert in den Wohnungsbau.

00:16:18: Da merkt man diese Gebäude ... Die Küchen haben halt eine sehr hohe Bedeutung auch wenn keiner reingeht.

00:16:26: Deswegen fand ich es eigentlich gut, weil rechtzeitig ist es vermutlich nicht, vielleicht schon zu spät aber darauf nochmal gesellschaftlich aufmerksam zu machen.

00:16:34: Ein wichtiges Thema kann auch ein Problem werden, weil mit den Kirchen sind oft soziale Infrastrukturen verbunden.

00:16:41: Angebote und so weiter.

00:16:44: Jetzt werde ich nur für bestimmte Zielgruppen.

00:16:45: Man könnte das breiter fassen, wenn alles wegfällt.

00:16:48: Das ist gerade im Urgebiet sehr verstreut.

00:16:51: Es gibt jetzt mal remote Nachbarschaften, die neben Werken entstanden sind oder in die Kirchen der Mittelpunkt fahren.

00:16:58: Wenn das weg ist, dann ist an diesen Orten oft keine Infrastruktur mehr.

00:17:03: Diese Bedeutung zu erkennen ... Das fand ich schon interessant.

00:17:07: Ich war da jetzt nicht als Erstes draufgekommen, weil es gibt viele leerstehende Räume und Orte im Ruhrgebiet, die eigentlich der Transformation harren.

00:17:15: Wo man sagt, es gibt hier manchmal teilweise so viel Räumel, da weiß man gar nicht mehr was man dann noch alles reinmachen soll.

00:17:21: Aber das ist sicherlich gesellschaftliches wichtiges Thema.

00:17:25: Aber es ist schon spannend, was du gerade sagst.

00:17:27: Es ist ja auffällig dass Gemeinden und das regelmäßige in die Kirche gehen seit Jahren verschwinden und rückläufig sind und dafür ja auch wenig Ersatz da ist muss man sagen gibt ja wenig dass das wieder aufhängt was ja auch sehr traurig ist.

00:17:46: Aber erst wenn die Gebäude, wenn mit denen was passiert in irgendeiner Form.

00:17:51: Dann fällt's den Leuten plötzlich auf und rückt ins Bewusstsein wie eng ein soziales Engagement oder soziales Denken mit sichtbarer Architektur verbunden ist.

00:18:03: Ich finde das erstaunlich!

00:18:05: Ja, aber ich finde es wundert vielleicht gar nicht so sehr.

00:18:08: Weil man's vielleicht als normal hinnimmt.

00:18:10: Man geht davon aus, dass es das gibt und irgendwer macht und kümmert sich schon.

00:18:15: Und erst wenn ... Ich glaube auch diese Betroffenheit kommt, erst wenn ich sehe, dass ich was verändere, so lange denke ich, glaub ich, ich bin im Status quo, im Normalstatus.

00:18:24: Was vielleicht eine Bequemigkeit ist.

00:18:25: Menschen tendieren ja dazu, das wahrzunehmen, was sie kennen, das zu hören, was die einordnen können, deswegen.

00:18:31: Also ist es, glaube ich, gar nicht Unerstaunlich und es mir dann wieder aus anderen Kontexten aufgefallen ist, was immer sehr wichtig ist.

00:18:37: Wenn man auch lokal arbeiten will, was machen will.

00:18:40: Räume sind eine super wichtige Ressource so Und oft sind das ja auch von Quartiersentwicklern zum Beispiel Räumen also Räum die der Nachbarschaft zur Verfügung gestellt werden wenn man möchte dass man Wenn man z.B.

00:18:52: emanzipativ selber Dinge entwickelt, dann braucht es meistens einen Raum um sich zu versammeln.

00:18:56: Das ist total zentral!

00:18:58: Und wenn's die nicht gibt, hat man wirklich ein Problem und die Kirchen haben vielleicht bisher nicht diese Rolle gehabt aber allein architektonisch könnten sie natürlich so eine Superfunktion auch zukünftig übernehmen.

00:19:09: also das ist schon glaube ich ein wichtiger Ort und es gibt an diesen Nachbarschaften wenig Räume in der Größe und vor allem nicht in dieser architektronischen Ausstrahlung.

00:19:18: Da wollte ich dich gerade nachfragen, weil ich finde das als jemand der hier groß gewohnt ist.

00:19:23: Ich bin mein Leben lang nicht weggekommen aber ich finde es immer noch erstaunlich was für unglaublich gute Architektur sich da findet.

00:19:33: Man ist ja in Ruhrbistum gegründet, endet der Sechziger Anfang der Siebziger und dann wurde ja gebaut wie ihre in den Sechzigern Jahren mit dem was damals auch tatsächlich modern war.

00:19:45: Da waren die Kirche wirklich mutig, auch die katholische Kirche sehr mutig in ihrer Bauweise.

00:19:52: Hat dich das nochmal überrascht jetzt so bei dieser Nahbetrachtung?

00:19:56: Also mich hat überrasht was hier für Kirchen steht und auch von teilweise welchen Architekten.

00:20:01: Also das ist, ich glaube man kann jetzt wirklich Architekten sagen in dem Fall... Aber so ein Beispiel, von Rudolf Schwarz oder Hans-Scherun gibt es eine ganz kleine Kirche.

00:20:10: Von Böhm und so... Das sind ja wirklich total bekannte Architekten.

00:20:13: Mir war nicht bekannt.

00:20:16: Das wusste ich vorher nicht.

00:20:18: Wir haben das auch in der Architekturgeschichte im Studium nie durchgenommen.

00:20:22: Man kannte die Architekten.

00:20:23: Die kenne ich aber dass sie hier gebaut haben zum Beispiel nicht.

00:20:28: Und es gibt hier auch ganz viele Lokalarchitekten, die tolle Architektionen gemacht haben, die jetzt vielleicht nicht so gut kennen wie Rudolf haben mal hört, aber sind auch diese Art der wie gebaut wurde.

00:20:40: Also sozusagen sehr modern dieses Horizontale eigentlich ein bisschen mehr gleichgerichtet.

00:20:45: das hat ja auch da kenne ich mich jetzt fachlich nichts aus.

00:20:47: aber auch mit diesem zweiten matikanischen Konzil wird immer gesagt zu tun und ich glaube dass es Deswegen sind die Gebäude vielleicht auch noch mal so besonders, weil sie vielleicht auch schneller oder anders vielleicht auch nochmal anders gelesen werden können.

00:21:01: Oder konjunktiert werden können?

00:21:03: Das würde passen!

00:21:04: Also zweites vatikanisches Konzil ging es ja auch darum das Priester und Gemeinde als eine Gemeinschaft mit einem Alltag in der Mitte letzten Endes auch dann in dem Fall die Messe feiern.

00:21:16: aber es bietet natürlich dann auch Räume und das sieht man ja auch gerade in den Neuren Kirchen Sammlungsort sein können, wo man im Kreis auch um eine gewichtige Stelle steht.

00:21:28: Ganz interessanten Gedanken.

00:21:31: Hat sowas auch eine Rolle gespielt bei der Auswahl der Kirchen?

00:21:35: Wie war das Zusammenspiel?

00:21:38: Jetzt muss man wieder ein bisschen unterscheiden.

00:21:40: Also bei der Manifesta, die Kirchen die Diebe spielt da ging es glaube ich auch wirklich sehr vieler auf den Tableau.

00:21:48: Da gibt's aber sehr viel auch um eine Machbarkeit.

00:21:49: also welche Kirchen stehen überhaupt zur Verfügung?

00:21:51: Es sind wirklich viele auch schon in dem Prozess des Entwickler zu werden und verkauft werden so dass sich zumindest auch weiß und mitgekommen habe es gab teilweise Küchen die genutzt werden sollten wo dann aber Letzte Woche ist vielleicht möglich, nächste Woche schon verkauft.

00:22:05: Schlüsse leider nicht mehr da oder übergeben und wir wissen auch nicht wie der neue Eigentümer will das dann nicht... Also das ist einfach ein Zustand gerade wo man sich fragt so wie steuert es denn?

00:22:15: Wird das überhaupt gesteuert?

00:22:17: Das war für die Manifeste selber eine gewisse notwendige Pragmatik.

00:22:22: welche Küchen kann sie überhaupt nutzen?

00:22:24: über den Zeitraum?

00:22:25: auch weil manche Kirchen da ist zwar klar dass sie vielleicht nicht dauerhaft genutzt werden zum Beispiel, aber da richtig ist es nicht mal viel schlecht vereinbar, damit das doch regelmäßig die Messe ist.

00:22:35: Manchmal kann man die Kunst wegräumen und vielleicht auch nicht jede Woche.

00:22:38: Das waren Entscheidungen für die manifeste Orte selbst.

00:22:43: Und der Bezug zu den Nachbarschaften denke ich zumindest, weil das ist ja das was in diese Ambition von Jussa Pojigas rausgearbeitet wurde dass diese Kirchen wirklich in diesen Nachbarschaften eine Rolle spielen kann.

00:22:54: Und viele der Kirchen sind eher dezentral, das finde ich das unterstreicht es auch noch mal.

00:22:59: Diese Frage und bei den Manifesta-XVI Plus Projekten hat man sich ja quasi mit einer Kirche beworben.

00:23:05: also diejenigen, die sich da mit einem Projektidee geworben haben, die hatten entweder schon... kannten die Kirche oder haben vorgeschlagen, dass man sie nutzt.

00:23:12: Manche mussten noch mit den Kirchen reden.

00:23:14: Andere hatten das schon gemacht und da kam es dann eher so zustande.

00:23:17: Da haben wir in der Ausfahrt eher geguckt wo sind denn diese Kirchen?

00:23:20: Und diese Orte und auch versucht darauf zu achten weil damals dann schon klar war wo die drei großen Cluster sein werden auch zu schauen, dass eben auch in den anderen Röhregebietstätten definitiv auch noch Projekte sind, die dann nicht Bogen gelsen, Kirchen essen und Duisburg abdecken.

00:23:35: Ja,

00:23:35: ich finde das ist jetzt zumindest ganz gut gelungen.

00:23:37: Das gab es natürlich, kannst du dir vorstellen auch im politischen Raumdiskussion muss da wieder die Stadt sein.

00:23:42: kann nicht die Stadt auch noch irgendwas haben.

00:23:45: aber mein empfinden ist zumindest dass es jetzt ziemlich gerecht das Rohrgebiet in weiten Teilen abdeckt.

00:23:54: vielleicht ein triviale Frage Aber was hast Du einen Liebling den du verraten darfst?

00:23:59: Ja, ist ja meine Meinung.

00:24:01: Also ich mag wirklich sehr gerne die San Bonifatius in Bochum.

00:24:09: Die Kirchen haben auf die gleichen Namen.

00:24:11: Aber es gibt gar nicht so häufig.

00:24:13: Das ist eine Backstand-Kirche auch, mit acht Eckigen, also sehr eckig und die ist auch schon verkauft.

00:24:20: Die gehört einem Bäcker, einer Bäckerei.

00:24:24: Ich find's eine super Situation.

00:24:25: Vorne ist die Bäckerei, die ist sehr gut besucht.

00:24:27: Der hat einen Außenbereich, dann gibts ein kleinen Teich mit einem kleinen Minivasserfall.

00:24:32: Dann geht man darüber in diese Kirche rein.

00:24:36: Und die ist einfach hektonisch.

00:24:37: toll!

00:24:38: Der Kirchen sind architektonisch wirklich toll, da finde ich auch noch mehr.

00:24:40: Super!

00:24:42: Und die liegt klasse in der Nachbarschaft und wir haben ja auch in der Uni so ein bisschen mit ein paar von diesen Kirchen beschäftigt und auch ein bisschen studieren dran gearbeitet.

00:24:50: Und dort hatte zum Beispiel der Studierende das immer so ein bissel als Klostergarten gelesen.

00:24:56: also wenn man das mal ein bisschen weiter fast nicht nur die Kirche anschaut sondern er hat gemeint so die Kirchel mit schon diesem Wasserspiel und den Gartentrum rum sind eigentlich so ein paar Zeilen bauten die aber sehr viel grün haben und wenn man dass mal so als einen Raum ist dann könnte dass es eigentlich wie so ein ruhiger, kühler Erholungsraum sein.

00:25:10: Auch mit diesen ganzen Grünräumen, die jetzt natürlich auch der Freundin dazwischen haben.

00:25:15: Das fand ich total schön als Vorstellung.

00:25:17: wenn das wieder so ... Wenn man das auch mal bisschen größer liest und auch von der Ausstellung her finde ich's toll.

00:25:23: Ich glaub, die hat ja gesagt loktisch kuratiert Und da sind viele Arbeiten drin von Künstlerinnen Die teilweise sind die Arbeitsminkranten gewesen Teilweise haben sie aber auch hier.

00:25:38: Ich bin mir gar nicht sicher, ob wir immer nur wegen Arbeit gekommen sind und dann trotzdem studiert haben oder schon auch einfach wegen des Studiums hier waren.

00:25:44: Und teilweise auch in Düsseldorf an der Kunstakademie und die wir so glaube ich jetzt als sozusagen deutsche Mehrheitskultur vielleicht noch nicht so wahrgenommen haben wenn überhaupt.

00:25:53: Also hat es oft auch aus dem privaten Besitz irgendwie überhaupt zusammengesucht.

00:25:57: Das ist ein toller Arbeiten!

00:25:58: Und das ist auch ein toler Teil der Geschichte des Röbebiets.

00:26:00: also sozusagen deswegen da finde ich kommt dass sehr schön zusammen alles.

00:26:05: Dann nehme ich das jetzt mal als Tipp an.

00:26:07: Das ist in unserer Vorbesprechung schon kurz erwähnt, ich werde jetzt über den Sommer.

00:26:11: auf Instagram kann man das auch dann sich anschauen.

00:26:13: Ich wollte jetzt mal so jeden Sonntag oder zumindest jeden zweiten wie ich Zeit habe, an die Orte der Manifesta fahren und einfach mir das mal ganz in Ruhe... Als würde ich gar nicht wissen was die Manifester ist, mir das einfach mal anschauen und dann ist Bochum vielleicht mal einfach mein nächster Ort.

00:26:30: Das klang jetzt sehr verlockend!

00:26:32: wo du ein bisschen schmunzeln musst, weil du beschreibst das so schön.

00:26:35: Ich weiß nicht ob dir die Erfahrung auch gemacht hast dass die Kirchen selber wie soll ich das jetzt am besten ausdrücken fast ein bisschen herzlos mit ihren kirchen umgehen?

00:26:45: Die werden jetzt nicht total zweck entfremdet.

00:26:47: da legen sie natürlich schon Wert drauf, dass ja jetzt keine ahnung nackt klub irgendwie drin entsteht.

00:26:54: aber wenn die dann einmal entweit sind ist es den relativ egal Was damit passiert, das ist schon ... Es

00:27:02: wirkt manchmal zumindest so.

00:27:04: Dann würde sich wünschen, dass da wirklich ein größeres Konzept hinter wäre außer der Bezahlbarkeit.

00:27:11: Da geht ihr auch jedes bis zu in jeder Kirchenkreis anders mit um was die für Vorgaben gemacht haben wie die gemeinten Handlungsspielräume bekommen.

00:27:20: und ich glaub es ist total wichtig weil man muss wirklich anerkennen auch wenn das erst mal kristliche Gemeinden jetzt nicht die ganze Gesellschaft sind.

00:27:28: aber ich glaube diese Rohre Die Bäume sind total und auch Gebäude sind total prägend und wichtig.

00:27:33: Und ich glaube, es ist klar kann man überall Wohnungsbau irgendwie reinmachen und man kann auch im Seniorenheim raustun und so.

00:27:40: aber der Umgang dann ist damit schon echt manchmal oft ein bisschen fragwürdig.

00:27:43: Das lässt sie für ihr ja!

00:27:44: Ja und da würde man sich auch wünschen... Minimum sehr, sehr gute Architektinnen zu haben.

00:27:49: Die dann das wirklich das Beste rausholen und aber vielleicht auch wirklich nochmal zu gucken.

00:27:54: also man muss ja ist ja wir kennen das klassisch Preis Outcome usw.

00:27:59: Das habe ich dafür Handlungsmöglichkeiten dass man vielleicht wirklich noch mal drüber nachdenkt was muss sich denn wirklich an Retouren haben oder so bei dem Verkauf diese Küchen um vielleicht doch auch nochmal andere Konzepte zuzulassen.

00:28:12: Die vielleicht nicht ganz so monetär krass aufgestellt sind, die aber den Ort ... mehr in seiner Beschaffenheit bespielen oder erhalten können und auch eine Perspektive geben.

00:28:25: Die vielleicht für die Nachbarschaften, was hat das Fendi schon sehr wünscht?

00:28:28: Und überhaupt

00:28:29: ein Konzept ... Ich will kurz ergänzen nicht, dass ich falsch verstanden werde.

00:28:34: Ich meine natürlich nicht die Gemeinnemitglieder vor Ort.

00:28:37: Die trauern alle um ihre Kirchen, wo sie vielleicht ... fifty, sixty Jahre irgendwie ihre Kinder zur Taufe hingebracht haben.

00:28:45: Sondern ich meine die Organisationenkirche, die das ja relativ ... Herzlos habe ich eben gesagt dann bleibe ich auch dabei manchmal abhandelt

00:28:55: Wobei es gibt, also genau.

00:28:57: Man muss halt bald mal anfangen zu differenzieren und es gibt ja jetzt auch von der Baukultur einen Leitfaden zum Beispiel wie man Kirchen gut transformieren kann.

00:29:03: Es gibt wirklich schon diverse Sammlungen von sehr guten Beispielen Wie mir Kindergärten Kletterhallen aber gut funktioniert haben.

00:29:10: Ich glaube man musste sich das einfach alles mal wirklich angucken Und ernst nehmen weil da ist jetzt eigentlich in den letzten Jahren sehr viel Wissen zu entstanden.

00:29:18: Aber ich habe manchmal das Gefühl dass kommt noch nicht an die richtigen Stellen.

00:29:22: Also da muss vielleicht auch mehr Bereitschaft dazu sein dass die, die entscheiden sich das vielleicht dem noch ein bisschen mehr öffnen oder sich dem einfach doch aktiv zu bewegen.

00:29:33: Weil sonst können wir da nichts machen.

00:29:36: Jetzt hat man mir schon vor geraumer Zeit das twenty-fünf Minuten Schild hingehalten und es heißt ich soll zum Ende kommen aber... Egal, das Thema ist gerade so spannend.

00:29:46: So können wir es jetzt nicht beenden.

00:29:48: Ich würde gerne noch zum Abschluss einmal das was wir zu besprochen haben Manifesta-Kunstinterventionen einmal noch daraus heben und dich fragen als eine Frau die sich ja wirklich wissenschaftlich seit vielen vielen Jahren mit dem Thema auseinandersetzt und nochmal relativ neu auch im Ruhrgebiet offensichtlicher versucht zu leben und zu vermitteln.

00:30:15: Wie sich so hier im Ruhrgebiet die Chancen, dass diese Grundidee über die wir jetzt eine halbe Stunde gesprochen haben, das die fruchtet?

00:30:28: Und das Stadtplanung über dieses Wir müssen jetzt mit dem Bauturbo ganz schnell da noch irgendwie ne Lagerhalle bauen eben auch hinausgeht.

00:30:41: Ihr könnt das jetzt nicht sehen, aber das Lächeln ist viel deutlich.

00:30:47: Die Hoffnung stirbt.

00:30:47: zuletzt würde ich sagen.

00:30:50: Ich glaube, ich wollte gerade einmal sagen Vernunft und Vertrauen wären so zwei wichtige Bestandteile dessen... Es wird oft mit zwei Masken messen.

00:31:01: Und zwar bei den Dingen, die finanziellen Monetären nicht so stark aufgestellt ist, oft nicht die gleiche Bedeutung zugemessen in einer Transformation wie Dinge, die sozusagen Cash produzieren oder das sehr deutlich nachvollziehbar machen oder Wohnraum schaffen oder was auch immer.

00:31:15: und ich glaube diese Bedeitung von diesen Nichtmateriellen... Werten und manchmal auch Orten in unserer Gesellschaft ist sehr, sehr wichtig dafür.

00:31:24: Also es einfach sehr wichtig!

00:31:25: Und wir müssen glaube ich mal anfangen uns zu überlegen wie wir die... genauso wertschätzen können oder auch bemessen, ohne dass wir da immer so eine Nummer hinter schreiben.

00:31:35: Ja weil das kommt immer zu ja wer soll's denn bezahlen?

00:31:37: und ich glaube es gibt aber wirklich viele Beispiele wo man sagt wenn wir mal wirklich anfangen Alternativen und da kommt die Kunst wieder an Spielen also wenn man sozusagen gerade diese künstliche Interventionen die wirklich Dinge ja auch aufzeigen und erlebbar machen wie sie sein könnten und wo ich dann auch merke aha!

00:31:51: Das ist ja auch der große Effekt.

00:31:53: Ich könnte wirklich anders sein ja?

00:31:56: Und dann mal überlegt kann das einen ganz kleinen Schritten machen gibt es ja auch, also iterative Schritte.

00:32:01: Das kennen wir hier eigentlich von der Iber-Emscher Park und so.

00:32:04: Ich glaube da ist ganz viel Wissen vorhanden was man sich trauen muss hier auch mal reinzugeben den Dingen wirklich Zeit zu geben.

00:32:10: Also ich glaube dort wo nicht viele Mittel sind kann ich nicht erwarten dass das in eins bis drei Jahren gelöst ist.

00:32:16: Da muss ich halt mal aufwärchen mal zehn, fünfzehn Jahre Geduld haben aber whatever im Verlieren tu' ich eh nix.

00:32:20: So ne?

00:32:21: Also das finde ich ähm...also vielleicht muss man wirklich mit Zweilasmaß messen aber gleichzeitig sehr bewusst auch wissen, was das andere einem nämlich auch bringen kann.

00:32:31: Und was ich dann wenn es einmal weg ist nicht wieder herstellen kann.

00:32:35: und ich glaube das ist total wichtig dass man sich da bewusst ist.

00:32:38: und dann glaube ich also wenn wir alle da uns dem nähern können oder darauf verständigen können dann kann das auch gehen.

00:32:46: Also bin ich schon fest von überzeugt aber ich glaube man muss auch noch viel davon überzeugen.

00:32:52: tatsächlich

00:32:53: Das glaube ich auch.

00:32:54: Aber es war ein wunderbares Schlusswort, das lasse ich jetzt einfach so stehen.

00:32:57: Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast heute hier gewesen zu sein!

00:33:02: Ja gerne, dankeschön!

00:33:03: Danke.

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